Worum geht's?
Alle Beteiligten im System der sozialen Sicherheit helfen den Menschen, wieder Arbeit zu finden. Seit sich in den 1990er Jahren der aktivierende Sozialstaat durchgesetzt hat, ist eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im System der sozialen Sicherheit notwendig. Das gilt insbesondere für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, Langzeitarbeitslose oder Geflüchtete. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten gelingt diesen Menschen die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt. Dafür braucht es die interinstitutionelle Zusammenarbeit.
Die Arbeitgeber
Die Arbeitgeber spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden Leute aus und stellen Arbeitslose ein. Sie unterstützen so die Ziele des Sozialstaates. Denn sie beschäftigen auch Menschen mit besonderen Schwierigkeiten. Die zunehmende Komplexität in den rechtlichen Rahmenbedingungen und unklare Zuständigkeiten erschweren ihnen den Zugang zu den Behörden. Sie wünschen sich eine bessere Zusammenarbeit unter den Verwaltungsstellen sowie feste Ansprechpersonen.
Die Sprache
Im System der sozialen Sicherheit haben die verschiedenen Bereiche ihre je eigene Sprache, eigene Werkzeuge und eigene Ziele und Interessen entwickelt. Die Integration dieser unterschiedlichen Arbeitsweisen in ein gemeinsames Projekt erfordert erheblichen kommunikativen Aufwand. Kooperationen haben es oft schwer und brauchen Zeit. Trotzdem lohnt es sich, langfristig in Kooperationsprojekte zu investieren. Gelingt es den Partnern, die Prozesse institutionsübergreifend effizient zu gestalten, profitieren alle Beteiligten davon.
Die Arbeitsgruppe
Eine Arbeitsgruppe der Nationalen IIZ hat sich der Herausforderung gestellt. Sie hat am Beispiel der Kommunikation mit den Arbeitgebern einen Leitfaden erarbeitet. Er zeigt, wie institutionsübergreifende Zusammenarbeit im Netzwerk gelingen kann und was es dafür braucht. Als Grundlage dient ein Canvas, der durch drei Phasen und neun Arbeitsfelder führt. In jeder Phase stellen sich verschiedene Fragen, die es auf dem Weg zur Kooperation zu beantworten gilt. Das Arbeitsteam wählte dafür die Methode des Design Thinkings. Der Ansatz eignet sich wegen seines interdisziplinären, ergebnisoffenen und prozessorientierten Vorgehens besonders gut für komplexe Projekte.
Danke
Ein grosses Dankeschön geht an die Mitwirkenden im Arbeitsteam. Sie haben diese kreative Reise mitgetragen. Entstanden ist ein Werkzeug, das nicht nur für Vorhaben rundum die Arbeitgeberkommunikation eingesetzt werden kann. Der Leitfaden eignet sich auch für andere Projekte, die die institutionsübergreifende Zusammenarbeit weiterentwickeln wollen.